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„RAGE AGAINST THE MACHINE” ...

Posted mehr als 2 Jahre durch Chloe Large

NEUER, SCHNELLER, BESSER

Im Zeitalter des sich ständig beschleunigenden Wettbewerbs stehen alle Unternehmen unter Druck, „schlank und sparsam“ zu agieren, um so effizient wie möglich zu sein und die Kosten auf einem absoluten Minimum zu halten. In diesem Zusammenhang sind natürlich die technologischen Zukunftsprognosen zur Optimierung der Personalrekrutierung sehr attraktiv. Warum sollte man zum Beispiel eine offensichtlich überteuerte Personalberatung einsetzen, wenn eine Online-Plattform, die durch zunehmend intelligentere Algorithmen angetrieben wird, das gleiche zu einem weitaus niedrigeren Preis leisten kann?

Es wäre also eine logische Schlussfolgerung, dass ich als Leiter einer internationalen Personalberatung, die sich auf den Bereich externe und interne Strategieberatung spezialisiert hat, mehr als nur ein paar schlaflose Nächte durchlebe, im Angesicht dessen, dass ich durch Maschinen und KI ersetzt werden und bald ein Relikt der Vergangenheit sein könnte.

Das ist aber nicht der Fall.

Und das nicht, weil ich Angst vor Technologie habe. Ganz im Gegenteil: Ich bin davon überzeugt, dass zumindest in absehbarer Zukunft der effektivste Ansatz für die Einstellung von Führungspersonal nach wie vor der mit der menschlichen Note ist.

Aber warum würde ich das auch nicht sagen? Hier also ein robusteres Argument, um diese Aussage zu bekräftigen.

 

EINEN PLATZ FÜR ALLES UND ALLES AN SEINEM PLATZ

 

Als erstes wird es Sie vielleicht überraschen, dass ich der Meinung bin, dass Online-Plattformen eine wesentliche Rolle in der Personalbeschaffungsbranche spielen und für Nutzer von großem Wert sein können. Da die Markteintrittsbarrieren sehr gering sind, gibt es unter Umständen immer noch zu viele Online-Plattformen, die sich auf Optimismus statt auf exakte Wissenschaft stützen. Die besten, mit wirklich rigorosen Algorithmen, zeigen aber bereits das Potential, die Einstellungsverfahren in Unternehmen zu revolutionieren. Der Wert solcher Plattformen liegt jedoch in Bereichen mit großem Volumen, in denen der Algorithmus einen Prozess automatisieren kann, der sonst enorm zeitaufwändig (und monoton) für einen Personalvermittler sein kann, und der, wenn nicht ordnungsgemäß ausgeführt, potentiell nicht nur der Arbeitgebermarke des Unternehmens, sondern auch der Marke des Unternehmens insgesamt schaden kann. Automatisierung, insbesondere wenn diese durch echte KI oder zumindest durch effektives maschinelles Lernen untermauert wird, kann auch dabei helfen, unterbewusste Vorurteile seitens des Personalvermittlers zu mindern, indem der Job und der Lebenslauf des Bewerbers auf die erforderlichen Fähigkeiten und Leistungen herunter gebrochen werden, und dann eine objektive Zuordnung erfolgt.

Diese Art der Automatisierung funktioniert für die Einstellung von Junior- und Nachwuchskräften, die in Konsequenz etwas weniger entscheidend für den Geschäftserfolg sind. Eignet sie sich jedoch auch für die Einstellung von Führungskräften, insbesondere im Bereich Strategieberatung, wo die Einstellung der falschen Person potentiell schwerwiegende oder sogar katastrophale Auswirkungen haben könnte? Ungeachtet der nachvollziehbaren Begeisterung der Technologen, sind wir immer noch weit davon entfernt, eine Maschine oder KI zu entwickeln, die die menschliche Psyche wahrhaftig auf solch eine Weise versteht wie ein Mensch selbst. Gleichermaßen sind wir genauso weit davon entfernt, eine Maschine oder KI-Lösung aufzusetzen, die sich in die Betriebskultur eines Unternehmens hineinversetzen und verstehen kann, was für ein Typ Mitarbeiter in das Unternehmen passt, nicht nur in rein technischer Hinsicht, sondern in Bezug auf die immer sehr schwer fassbare emotionale Intelligenz eines bestehenden Teams. Daraus ist zu schließen, dass der optimale Ansatz für die Personalrekrutierung im gehobenen Management, zumindest für die absehbare Zukunft, ein Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine sein muss, d.h. eine Kombination aus Wissenschaft und Feingefühl.

Vielmehr hat jüngst eine Studie von McKinsey ergeben, dass die Automatisierung zwar zweifellos zunimmt, es jedoch kein erstrebenswerter Ansatz sein kann, diese Technologie an ihre äußersten Grenzen zu treiben, nur weil dies möglich ist. Im Bericht lautet es: „Wie sich Automation auf die Arbeitswelt auswirkt, wird nicht einfach nur dadurch bestimmt was technisch machbar ist. Technologen konzentrieren sich allerdings oftmals rein darauf.” Dem stimme ich rückhaltlos zu: Nur weil selbstfahrende Autos eine Wahrscheinlichkeit sind, heißt das nicht, dass jeder sie fahren möchte!  Ein etwas unheilvolleres Beispiel zeigte kürzlich die Forschung der „Foundation for Responsible Robotics” (Stiftung für verantwortungsbewusste Robotik), die ergab, dass Programme zur Vorauswahl von Universitätsplätzen grundsätzlich sexistisch und rassistisch sind. Wenn man dies dann bezüglich Einstellungsverfahren weiterdenkt, sind die Auswirkungen fast unvorstellbar!

Aus diesem Grund sind wir bei The Barton Partnership zum Beispiel immer darum bemüht, neue Technologien zu Beschaffung anzuwenden, aber zur gleichen Zeit sicherzustellen, dass unsere größte Investition unsere Mitarbeiter sind – eine Mischung aus sehr erfahrenen Profis in der strategischen Personalbeschaffung mit extrem überzeugenden Erfolgsbilanzen und ehemaligen Strategieberatern, die Erfahrung bei solch erstklassigen Unternehmen wie Bain, BCG und McKinsey sammeln konnten. In diesem Sinne tun wir das, was wir unseren Kunden predigen.

 

DIE REALITÄT DER BESCHAFFUNG DER BESTEN STRATEGIEBERATER

 

Ein weiterer Grund, warum ich der Meinung bin, dass die menschliche Note bei Einstellungsverfahren weiterhin notwendig sein wird, sind unsere Erfahrungen bei der täglichen Zusammenarbeit mit vielen der talentiertesten, ambitioniertesten und erfolgreichsten Fachleute in der Strategieberatung.

Bis wir eine Maschine oder KI-Lösung entwickeln können, die wirklich den Turing-Test besteht und von einer „echten“ Person nicht mehr zu unterscheiden ist, wird sich der Umgang mit einer technischen Benutzeroberfläche sehr wahrscheinlich nur wie eine zweitrangige Lösung anfühlen. Warum sollten Sie sich also als Spitzenreiter in Ihrem Bereich mit sehr gefragten Dienstleistungen damit zufriedengeben?

Es ist einfach Tatsache, dass unsere Kunden zu Recht mehr als nur eine algorithmische Zuordnung, bei der Planung eines Karriereschritts oder einer neuen Aufgabe erwarten. Sie möchten stattdessen mit jemandem zusammenarbeiten, der sich die Zeit nimmt, sie als Person statt einer Anzahl von Fähigkeiten und Einschränkungen zu verstehen. Sie möchten ihre unmittelbaren Anforderungen und langfristigen Ziele, den Kontext ihrer Familien und ihres Lebens außerhalb der Arbeit, die berufliche Umgebung, die ihnen am meisten zusagt, die Herausforderungen, die sie morgens aus den Bett springen lassen, und das, was sowohl im heimischen als auch im ausländischen Consulting-Markt realistisch und erreichbar ist, besprechen. Zum jetzigen Zeitpunkt, ist ein Mensch aus Fleisch und Blut noch immer derjenige, der dies am besten leisten kann.

Wenn Sie diesen Menschen dann nicht optimal einsetzen, werden die besten Fachkräfte in der Strategieberatung, nämlich solche, die den Unterschied zwischen Erfolg, Stillstand oder Scheitern bedeuten können, einfach an Ihnen vorüberziehen.